Warum ungesättigte Fettsäuren schlecht für den Körper sind habe ich in diesem Artikel erklärt, doch wie steht es um die gesättigten Fettsäuren? Was ist der Ursprung der Verteufelung? Es geht alles zurück auf…

Ancel Keys und die 7-Länder-Studie

Die bekannte 7-Länder-Studie zeigte, dass der Konsum von gesättigte Fettsäuren zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Doch es gibt genug Kritiken an den Methoden seiner Studien, wie etwa dass Daten selektiv ignoriert wurden. In einer Vorgängerstudie zum Beispiel standen die Daten von 21 Ländern zur Verfügung, doch nur 6 wurden für das Ergebnis verwertet.

Weitere Studien

Viele Studien zeigen tatsächlich keine oder minimale Assoziationen, andere wiederum zeigen Assoziationen. Was ist es denn jetzt? Die Antwort ist kompliziert, und Studien haben eine Reihe von Problemen die Ergebnisse weiter verzerren können, in beide Richtungen wohlgemerkt.

Zusätzlich zeigte sich, dass die Zuckerindustrie viel Geld dafür bezahlte, Fett schlecht dastehen zu lassen und hingegen Zucker als wichtig und sogar lebensnotwendig darzustellen. Damals waren es 600.000$ oder auf heute umgerechnet mehr als 5 Millionen Dollar.

Auch die einfache Tatsache dass kein Konsensus zu dem Thema getroffen werden kann, auch nicht unter den Wissenschaftlern und Ärzten, sollte zu denken geben. Läge das Ergebnis klar und unanfechtbar vor, gäbe es keinen Grund zur Debatte.

Blick in die Vergangenheit

Die Studienergebnisse sind inkonsistent, also was nun? Eine Option ist auf jeden Fall ein Blick in die Vergangenheit. Basierend auf N15-Isotop-Tests haben Menschen schon immer Fleisch gegessen, und zwar fast ausschließlich.

Als der Mensch vor etwa 10.000 Jahren sesshaft wurde, begann er auch mit dem Anbau und Konsum von Pflanzen. Das bedeutet 290.000 Jahre der Entwicklung des Homo Sapiens (der anatomisch moderne Mensch) waren Menschen Jäger und Sammler. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass es keine kultivierten Pflanzen gab, die Auswahl war karg. Fleisch war in der Priorität ganz oben.

Maasai & Inuit

Auch Gruppen wie Maasai und Inuit zeigten einen fast ausschließlichen Fleischkonsum, bevor eine “modernisierung” statt fand.

Die Ernährung der Maasai bestand zum Großteil aus rohem Fleisch, Rohmilch, rohem Blut, seltener Honig und geringen Mengen an Gemüse, meist in Suppenform. Also fast ausschließlich gesättigte Fettsäuren. Dabei waren sie in ausgezeichneter gesundheitlicher Verfassung: Kein Karies, keine Anzeichen von Herz-Kreislauf Erkrankungen, schlank und unglaublich fit.

Die Inuit waren Fischer und Jäger, bis zu 75% ihrer täglichen Kalorien kamen von Fett. Gesammelt wurde auch etwas Gemüse, Beeren und Seegras. Also ebenfalls große Mengen an gesättigten Fettsäuren.

Fleisch bringts

Es gibt viele Nährstoffe in Fleisch, die es nirgendwo anders gibt. Es gibt natürlich noch mehr im Fleisch, aber hier sind einmal die Wichtigsten im Überblick.

  • Vitamin A
    In Pflanzen kommt Vitamin A in Form von Beta-Carotin vor, jedoch variiert die individuelle Aufnahme von Beta-Carotin stark. Auch die Umwandlung von Beta-Carotin zu Vitamin A variiert, einige Menschen können es überhaupt nicht umwandeln.
  • Vitamin B12
    Ist im Pflanzenreich nicht zu finden, wobei Wasserlinsen B12 angeblich beinhalten. Guten Appetit! Daher müssen Veganer unbedingt B12 via Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.
  • Vitamin D
    Vitamin D kommt im Pflanzenreich in der Form von Vitamin D2 vor, der Mensch benötigt jedoch Vitamin D3. Auch kommt Vitamin D2 nur in Pilzen vor, die unter UV-Licht wachsen. Vitamin D3 ist auch doppelt so effektiv.
  • Vitamin K2
    Kommt fast ausschließlich in Tierprodukten vor. Einzige Ausnahme: Fermentierte Lebensmittel

Fazit

Ein schwieriges Thema, doch für mich ist klar, dass Fleisch und Fett zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Menschheit gehören. Das Vorkommen von essentiellen Vitaminen und Nährstoffen die es im Pflanzenreich nicht gibt ist in meinen Augen auch ein eindeutiger Hinweis, dass Fleisch auf den Teller gehört, gesättigte Fettsäuren hin oder her.


Weiterführende Links

Fett – Gut für den Körper

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