Bei Ballaststoffen handelt es sich um unverdauliche Pflanzenfasern. Ballaststoffe zählen, trotz des Namens, zu einem wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung und ihnen werden zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt. Es gibt jedoch Hinweise, dass es vielleicht doch nicht so gut ist.

Sägespäne

Sägespäne sind 100% Ballaststoffe (und übrigens auch für die Lebensmittelherstellung zugelassen). Doch natürlich bringen Sägespäne keinerlei Vitamine, Mineralstoffe oder Energie, sie sind eben für Menschen komplett unverdaulich. Sämtliche Vorteile müssen Ballaststoffe also auf andere Weise bringen.

Ballaststoffe ersetzen Nahrung

Oft wird gesagt dass Ballaststoffe bei der Gewichtsreduktion helfen. Das stimmt natürlich auch, je mehr nährstoffreiche Nahrung durch “Sägespäne” ersetzt wird, desto weniger Kalorien werden aufgenommen. Ob diese Art der Gewichtsreduktion tatsächlich sinnvoll ist darf jeder für sich selbst entscheiden.

Auch genannte Vorteile zu den Themen Blutzucker und Herzgesundheit basieren auf dem selben Prinzip, wenn Zucker, Kohlehydrate und andere ungesunde Dinge durch Ballaststoffe ersetzt werden, ist natürlich eine Besserung zu erwarten.

Ballaststoffe und Verstopfung

Einer der am häufigsten genannten Vorteile sind für die Verdauung. Sie fügen dem Stuhl Masse hinzu, wodurch er einfacher durch den Darm wandern soll, hilft also gegen Verstopfung. Gleichzeitig nimmt er Wasser auf, hilft also etwa auch bei Durchfall. So die Theorie. Aber Moment, Verstopfung ist ja eine Blockade im Darm, hilft es hier wirklich mehr Masse hinzuzufügen?

Tatsächlich zeigt sich in (kleinen) experimentellen Studien, dass wenig oder gar keine Ballaststoffe ausnahmslos positive Effekte hervorrufen. Etwa wurden 63 Personen die viel Ballaststoffe zu sich nahmen auf eine reduzierte bzw. eine ballaststofffreie Diät gesetzt. (Die Studie ist natürlich in den weiterführenden Links)

Am Anfang der Studie hatten alle 63 Personen Verstopfung und Probleme beim Stuhlgang. Etwa die Hälfte aller Personen hatte Blähungen und Blutungen. 41 dieser Personen folgten nun über 6 Monate hinweg einer Diät ohne Ballaststoffe. Das Ergebnis könnte kaum deutlicher sein: Am Ende der Studie hatte keine Einzige Person mehr Verstopfung, Blähungen, Blutungen oder Probleme beim Stuhlgang. Eine 100%ige Lösung aller Probleme!

Auch als persönliche Anekdote kann ich nur sagen, es stimmt. Meine Verdauung war eine Katastrophe bevor ich auf die Fleischdiät umgestiegen bin. Und auch als ich neulich, als Selbstexperiment, einen Salat und ein paar Pilze gegessen habe, war das Ergebnis 2 Tage Magenkrämpfe und Blähungen.

Ballaststoffe und Darmkrebs

Oft wird auch eine Reduzierung des Darmkrebsrisikos genannt. Doch groß angelegte Studien und Meta-Analysen zeigen keine Zusammenhänge. Es stimmt einfach nicht, mehr gibt es hier nicht zu sagen.

Ballaststoffe und Blähungen

Ballaststoffe verursachen Blähungen, da sie im Darm von den Darmbakterien fermentiert werden und etwa Methangas und Kohlenstoffdioxid erzeugen. Diese Blähungen führen häufig auch zu Magenschmerzen. Oft werden Blähungen als normal angesehen, doch das ist nicht ganz der Fall: Werden Ballaststoffe weggelassen, sind auch die Blähungen weg.

Diese Fermentierung liefert tatsächlich geringe Mengen an Nährstoffen, hauptsächlich in Form von kurzkettige Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind übrigens größtenteils gesättigte Fettsäuren. Insbesondere Buttersäure soll hier als Nährstoffquelle für die Darmwände dienen und positive Effekte haben. Die Darmwände erhalten jedoch ausreichend Nährstoffe über das Blut in Form von Ketokörpern, spezifisch 3-Hydroxybuttersäure.

Fazit

Es liegt eigentlich klar auf der Hand, Ballaststoffe sind nicht essentiell. Die einen Vorteile können auch durch eine sinnvollere Ernährung erreicht werden, die anderen Vorteile sind nicht nachgewiesen. Zusätzlich zeigt sich experimentell, dass Ballaststoffe eindeutig Darmprobleme verursachen und sich diese Probleme lösen lassen, indem keine Ballaststoffe mehr konsumiert werden.

Die benötigte Menge an Ballaststoffen beträgt 0 Gramm

Weiterführende Links

Ballaststoffe – Einfach nur Ballast?

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