Kalorien zählen, oder Kalorien rein – Kalorien raus, ist ein altbekanntes Konzept. Es soll einem dabei helfen Gewicht zu verlieren, indem man einen Überblick bekommt wieviel man an Energie aufnimmt und wieder verbraucht. Doch steckt dahinter auch ein Körnchen Wahrheit?

Was ist überhaupt eine Kalorie

Eine Kalorie ist eine Maßeinheit von Energie. Um genau zu sein: Die Menge an Hitzeenergie die benötigt wird um 1 Gramm Wasser um 1°C zu erhitzen. In der Ernährung kommt hauptsächlich die Kilokalorie zum Einsatz (1000 Kalorien = 1 kcal)

Grundsätzlich werden hier verschiedenen Gruppen eine unterschiedliche Kaloriendichte zugeschrieben, Fett etwa besitzt laut Liste 9 kcal, Alkohol 7 kcal und Kohlehydrate 4 kcal.

Kalorien messen

Doch wie werden Kalorien gemessen? Hier kommt ein Calorimeter zum Einsatz, meistens mit einem Bomb-Calorimeter. Einfach erklärt wird hier das zu messende Objekt angezündet und die abgegebene Hitzeenergie gemessen. Doch unser Körper verbrennt keine Kalorien, jedenfalls nicht im klassischen Sinne mit Feuer. So etwa besitzt Kohle sehr viele Kalorien, doch unser Körper kann Kohle natürlich nicht verwerten.

Das führt letztendlich zur Frage, welche Relevanz diese gemessenen Kalorien haben. Lassen sich die so gemessenen Werte auf den Körper übertragen?

Proteine & Kalorien

Diese Frage sollte besonders bei Proteinen gestellt werden. Laut Liste haben Proteine etwa 4 kcal, doch die Annahme hier ist dass unser Körper sie für Energie nutzt.

Bereits das Verwerten von Proteinen benötigt im Körper Energie, wodurch sich der effektive Energiegewinn mindert. Tatsächlich werden Proteine aber nur sehr selten überhaupt für Energie verwendet, eigentlich nur in Ausnahmefällen, etwa wenn man verhungert oder wenn sehr viel Protein aufgenommen wird (via Gluconeogenese). Proteine werden in Aminosäuren zerlegt und als Bausteine verwendet, nicht für Energie.

Einer schlechten Diät davonlaufen

Dank der Idee des Kalorienzählens könnte man durchaus der Versuchung erliegen, einer schlechten Diät im wahrsten Sinne des Wortes davonzulaufen. Doch reicht es wirklich aus einfach nur zu trainieren? Vermutlich hat das Training natürlich positive Auswirkungen, aber deshalb ist noch lang keine „3.500 Kalorien Bier & Pizza“-Diät gerechtfertigt. Schließlich geht es in der Ernährung um mehr als nur sein Idealgewicht zu haben. Zusätzlich können sich hier Essstörungen entwickeln oder verschlimmert werden.

Fazit

Die Art wie Kalorien gemessen werden und wie unser Körper diese Kalorien verwertet sind nicht synonym. Sie zu zählen macht demnach wenig Sinn und kann sogar zu schädlichen Verhalten führen. Stattdessen kann man hier auf seinen Körper hören, wenn ich hungrig bin esse ich, wenn ich satt bin hör ich auf. Die Fleischdiät macht das übrigens recht einfach, denn Fleisch ist langanhaltend und stark sättigend.

Weiterführende Links

Kalorien zählen ist Schwachsinn

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